Die Kolumne: Schlichtweg zu Tode gefüttert – oder Thekla, die Fliegenfalle

Mein erstes Haustier: Thekla, die Venusfliegenfalle.Das Spektakulärste, was das Pflanzenreich zu bieten hat, ist die Venusfliegenfalle. Ich bekam das fleischfressenden Wesen quasi als allererstes Haustier im Grundschulalter geschenkt. Endlich etwas, was ich füttern und pflegen konnte. Doch welche Enttäuschung. Ich reichte meiner Tekla (oh ja, ich geben meinen Pflanzen Namen) jede Menge Fliegen, doch sie klappte nicht ein einziges Mal die Blätter zusammen. Da hörte ich, dass der Mechanismus (der dem Umstülpen einer Kontaktlinse ähnelt) nur funktioniert, wenn die Härchen im Blatt durch Bewegung gereizt werden. Es führte dazu, dass ich einen Sommer lang ständig auf der Jagd nach Spinnen, Ameisen und Käfern war, die ich meiner Mitbewohner lebendig in die Blätter stopfte. Hätte mir ja auch mal jemand sagen können, dass die Blätter spätestens nach dem siebten Mal verdauen absterben. Ich habe das arme Gewächs schlichtweg zu Tode gefüttert.

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Ein Gedanke zu „Die Kolumne: Schlichtweg zu Tode gefüttert – oder Thekla, die Fliegenfalle

  1. LOL, kein Einzelfall, denn ich hab den gleichen Fehler gemacht. Irgendwie ist es ja Cool eine Pflanze zu füttern, aber Erstens sterben die Blätter irgendwann ab, und außerdem ist zuviel Nahrung einfach auch Schädlich. Man bedenke das die Pflanze in nahrungsarmen Gegenden wächst, wo der Boden nix hergibt, und sich manchmal ein paar Insekten verirren. Eine „Mast“ ist also Kontraproduktiv.

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