Die Kolumne: Lasst die Blätter ruhig ausreden!

Herbstleuchten: Die Blätter des wilden Weins färben sich rot.

„Mama, wer malt die Blätter an?“ Ein laufender Meter stützt sich auf seinen Kinderbesen und schaut auf einen Haufen hübsch-gelber Lindenblätter. „Die vergammeln einfach“, erklärt sein Freund (4) im Oberlehrerton. Die Natur, wenn auch nur beim Laubfegen vor der eigenen Haustür, ist manchmal die beste Schule.

Da fängt man als Mutter besser nicht mit dem Abbau des Pflanzenfarbstoffs Chlorophyll an. Das er einsetzt, wenn die Tage kürzer und kälter werden. Ist der grüne Farbstoff weg, werden die leuchtend gelben und roten Farbpigmente sichtbar, die während des Sommers durch das Grün überlagert waren.

„Die Blätter sagen dem Sommer auf Wiedersehen, bevor die Bäume in den Winterschlaf gehen“, sage ich. Der wilde Wein am Zaun leuchtet knallrot in der Herbstsonne. „Na Mama, dann können wir sie ja auch noch eine Weile liegenlassen, bis sie ausgeredet haben.“ Manchmal steckt viel Weisheit in einem Vierjährigen. Und Laubfegen hat wirklich noch Zeit.

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Ein Gedanke zu „Die Kolumne: Lasst die Blätter ruhig ausreden!

  1. Wirklich eine süße Idee mit den Blättern und die Antwort von deinem Kleinen ist auch einfach toll 🙂 Musst richtig schmunzeln auf was für Ideen und Antworten Kinder doch manchmal kommen.

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