Ich mach mal die Holofernes: Paperblog – ich glaub, es hackt.

Wer bloggt will gelesen werden. Klar doch. Nicht jedoch andere damit reich werden lassen. Genau das versucht derzeit paperblog.com. Eine freundliche Mitarbeiterin namens Johanna schmiert gekonnt Honig ums Maul. Ihr Ziel: Der gebauchpinselte Autor sollen der partizipativen Internetseite sein Blog gratis zur Verfügung stellen. Er entspreche „genau unseren Qualitätskriterien für interessante und gut geschriebene Artikel“. Hört, hört. Dicke kommt es beim Blick in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Die mitwirkenden Blogger müssen einer umfassenden Rechteübertragung zustimmen. Dazu zählt das weltweite, zeitlich unbeschränkte Recht, die Inhalte vollständig oder teilweise, zu vervielfältigen, zu verbreiten und öffentlich zugänglich zu machen. Außerdem dürfen die Blogbeiträge bearbeitet, übersetzt und gekürzt werden. Und der Hammer am Ende:  Vereinbarung unterliegt französischem Recht. Wer sich mit paperblog.com streiten will, kann dies ausschließlich vor einem Pariser Gericht. Statt also meine Texte für lau von paperblog verwursten zu lassen, mach mal die Judith Holofernes: Paperblog –“ich glaub, es hackt“. Und danke an Euch Leser, dass ihr mich auch ohne Vermarktung auf paperblog.de lest.

Mit höf­li­chen Grü­ßen,

Verena Groß

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12 Gedanken zu „Ich mach mal die Holofernes: Paperblog – ich glaub, es hackt.

  1. Mich haben die auch angeschrieben. Und weil ich darauf nicht regiert habe, haben die das nochmal getan, nach dem Motto „Bestimmt haben Sie unser Angebot überlesen / Wir haben Ihre Antwort leider nicht erhalten / Ich stelle Ihnen unser tolles Projekt jetzt nochmal vor und schmier die doppelte Portion Honig ums Maul“. 😆

  2. Ahnungslose Frage: Wovon finanzieren die sich eigentlich? So furchtbar viel große Werbung ist auf der Seite nicht gerade. Der mögliche Schadenersatzanspruch reicht als Geschäftsmodell nicht aus und einen eigenen Shop haben sie auch nicht, oder habe ich da was übersehen? „Johanna“ dürfte für ihre Arbeitskraft wahrscheinlich nicht das paperblog-Geschäftsmodell zugrundelegen…

    • Die Seite ist neu. Wenn genug interessante Leute ihre Texte dafür hergeben, wird paperblog bald genug Geld mit Werbung verdienen. Dagegen ist nichts einzuwenden, doch müssen die Autoren fair behandelt werden und am Gewinn teilhaben können.

  3. Liebe Frau Groß,

    wir danken Ihne für Ihr Feedback. Auf einige Punkte wurde schon via Twitter eingegangen. Doch ich möchte hier noch kurz etwas zu Ihrem Beitrag sagen. Natürlich möchten wir, dass unsere Blogger fairbehandelt werden. Das Angebot ist für alle kostenlos und freiwillig. Wir möchten helfen die Blogosphere überschaulicher zu machen. Da wir, wie Sie schon sagten, sehr neu sind, ist es uns zur Zeit nicht anders möglich, als unsere Dienste der Weiterveröffentlichung anzubieten. Ob das Projekt erfolgreich wird und, ob wir dann andere Möglichkeiten haben, wird sich noch zeigen.
    Unsere Blogger sind uns sehr wichtig und wir versuchen unsere Angebot im Sinne der Blogger zu verbessern.

    Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg mit Ihrem Blog!

    Mit freundlichen Grüßen,
    Johanna

  4. Pingback: Einladung zu Paperblog? | wort-weise

  5. Danke, Frau Groß, für Ihren Kommentar bei meinem Artikel zu paperblog. Ganz so neu ist die Seite nicht mehr. Ich erhielt die Einladung vor ziemlich genau einem Jahr. Da es sie immer noch gibt, vermute ich, dass sich das Geschäftsmodell irgendwie lohnt. Wahrscheinlich gibt es ein paar Unbedarfte, die sich von den Schmeicheleien besagter J. einlullen lassen und ihren Content dorthin liefern. Allerdings kann es nicht besonders viel sein. Bei Suchanfragen via google ist mir jedenfalls bisher kein paperblog-Artikel untergekommen.
    Der Artikel von Frau Holofernes war übrigens sehr anregend zu lesen 🙂

  6. Hallo,

    sieht ganz so aus, als hätte sich das Geschäftsmodell nicht sooo rentiert, die Seite wird seit einiger Zeit nicht mehr aktualisiert und ernährt sich nur noch über die Fütterroutine aus den einzelnen Blogs.

    Viele Grüße,
    Mapambulo

  7. Pingback: Win-Win mit Jörg Dennis, aber da wäre noch die Johanna

  8. Danke für diesen Post. Ich habe erst seit Anfang des Jahres einen Blog und wurde heute auch von Paperblog angeschrieben.
    Dann weiß ich ja jetzt was zu tun ist: habe die Mail mal schnell in den Papierkorb verschoben 🙂

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