Fünf Experten-Tipps für die Frühjahrskur im Staudenbeet

Viel zu tun: Staudengärtnerin Julia-Theresa Stein zupft Unkraut im Berggarten. Foto: Frank Wilde

Viel zu tun: Staudengärtnerin Julia-Theresa Stein zupft Unkraut im Berggarten. Foto: Frank Wilde

Die Gartensaison hat begonnen. Eine Expertin aus den Herrenhäuser Gärten erklärt die fünf wichtigsten Tipps für den Frühjahrskur im Blumenbeet.

Tipp 1: Unkraut zupfen

Jetzt ist das aufräumen noch leicht. „Wenn die Wildkräuter zu groß geworden sind hat man es schwerer”, sagt Staudengärtnerin Julia-Theresa Stein. Wer die Unkräuter blühen und ihren Samen im Garten verteilen lässt, hat anschließend richtig viel Arbeit. Bestehen allerdings Zweifel, ob die Pflänzchen erwünschte Sämlinge von eigenen Stauden sein könnten, sollte man allerdings bis zur Blüte abwarten. Kleinere Flächen können im Stehen mit der Hacke bearbeitet werden. „Ich gehe allerdings fast immer auf die Knie runter und arbeite dicht am Boden.” Dafür haben sich weiche Knieschoner bewährt, wie sich auch Fliesenleger benutzen. „Die halten fest am Knie und wandern anders als Kissen immer mit”, erklärt Stein.

Tipp 2: Stauden teilen

Sind Pflanzen über Winter eingegangen oder sollen Beete neu angelegt werden, muss das nicht unbedingt teuer werden.  „Durch Teilung lassen sich aus einer Staude im Frühjahr zwei machen”, rät die Staudengärtnerin. Je nach Art werden die Pflanzen nach dem Ausgraben mit der Hand, einem Küchenmesser oder sogar grob mit dem Spaten geteilt. Dadurch entstehen aus wenigen Pflanzen mit der Zeit große Gruppen. „Drei oder mehr gleiche Stauden sehen durch die Wiederholung auch schöner aus und machen mehr her als einzelne Pflanzen”, lautet Steins Profitipp. Außerdem verhindert die Teilung, dass ältere Stauden mit der Zeit von innen her kahl werden.

Tipp 3: Neu pflanzen

Bevor es richtig heiß wird ist die bete Zeit, die Beete mit neuen Errungenschaften aufzupeppen. „Staude des Jahres 2011 ist die Fetthenne, die im Herbst in keinem Garten fehlen sollte”.  Groß in Mode sei auch die Kombination von Gräsern mit Stauden. „Ich mag derzeit Lampenputzergras „Pennisetum” sehr gern, das es auch in Rottönen gibt und eine ideale Ergänzung zu Schmuckstauden wie der Präriekerze „Gaura” ist”, verrät die Berggarten-Expertin.

Tipp 4: Jetzt düngen

Um einen guten Start zu bekommen, sollte die Pflanzen jetzt gedüngt werden. Dabei braucht nicht jede Pflanzenart unbedingt eine eigene Nährstoffmischung. „Wir verwenden im Berggarten Floranid permanent.” Der Universaldünger ist im Raiffeisen-Handel und Baumarkt günstig zu bekommen und versorgt die Pflanzen für zwei bis drei Monate. Die Inhaltsstoffe seien auch unbedenklich für Nutzpflanzen wie Erdbeeren verwendbar. Wer sich an die empfohlene Menge hält und den Dünger mit Handschuhen über die Beete wirft, kann wenig falsch machen.

Tipp 5: Pilze bekämpfen

Anfällige Gartenpflanzen wie Rosen, Pfingstrosen und Phlox müssen jetzt vor Krankheiten geschützt werden. „In einem Hausgarten würde ich Spray verwenden, da man nur kleine Mengen braucht.” Wichtig sei es, sich dabei zu schützen, einen windstillen Tag zu wählen  und nur Fungizide zu nehmen, die ungiftig für Bienen sind.

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