Appell an Hortensiendiebe

Hortensienblüte (Quelle: Wikipedia)

Hortensienblüte (Quelle: Wikipedia)

Hortensien in und um Hannover werden weiter geplündert. Das hartnäckige Gerücht, Stängel, Blättern und Blüten des beliebten Gartenstrauchs lassen sich als Droge rauchen, lässt Jugendlichen massenhaft zu Gartendieben werden. Das Thema kocht seit 1996 immer wieder hoch, berichtet Tobias Münkner, ein in Naturheilkunde bewandertet Apotheker aus Laatzen. Doch in Bauern- und Rispen-Hortensien, das sei wissenschaftlich bewiesen, sei „rein gar nichts” zum Vernebeln der Sinne enthalten. Mit der Erkenntnis wird Münkner noch diese Woche in der ZDF-Drehscheibe zitiert. Also bitte, ihr Hortensiendiebe, verschont meinen Vorgarten. Rausch tritt nur bei längerer Betrachtung des Gesamtensembles ein.

Verenas Grüner Daumen: Achtung, kiffende Hortensiendiebe

Blaue Hortensienblüte (Quelle: Wikipedia)

Blaue Hortensienblüte (Quelle: Wikipedia)

In und um Hannover treiben Hortensien-Diebe ihr Unwesen: In Vorgärten oder gar auf Gräbern werden die Sträucher zerrupft und herausgerissen. Im Norden der niedersächsischen Landeshauptstadt fing es an, inzwischen sind die Hortensien in der ganzen Stadt nicht mehr sicher.

Die Polizei rätselte, doch dann hatte sie ein Motiv für den hundertfachen Frevel: Unter Kiffern geht das Gerücht um, wer die Stängel rauche, werde high. Und so wandern die hohlen Äste massenweise in die Drogenverstecke der Jugend. Gesundheitsschädlich sei das Kiffen der Hortensien nicht, verriet ein Drogenexperte einer örtlichen Zeitung – high werde man davon allerdings auch nicht.

Aber vielleicht flunkert der Fachmann ja auch, um potentielle Hortensienjunkies vor der Verwüstung fremder Gärten abzuhalten. Und um niemanden nach dem Inhalieren in blütenrosa Träume abdriften zu lassen, die mit ein wenig Alumiumsalzen vermischt vielleicht sogar zu himmelblauen Spheren werden.